Bittere Orangen - Ein neues Gesicht der Sklaverei in Europa?

Naveline, Sanguinello, Valencia, Tarocco. Den beliebten Orangen-Sorten Italiens liegt der Klang nach Sonne und saftiger Frische im Namen. Doch die Schattenseiten ihres Anbaus treten hervor, sobald sich der Blick auf die Arbeitsbedingungen der überwiegend migrantischen Erntearbeiter:innen auf den Orangenplantagen auf Sizilien und in Kalabrien richtet. Dort werden afrikanische Migrant:innen ausgebeutet - meist von Kleinbauern, die selbst unter dem Preisdruck von Supermarktketten stehen. Sie müssen ihre Orangen für einen Preis verkaufen, der kaum die Kosten für das Pflücken abdeckt.
Dr. Reinhard Schmeer berichtet über Hintergründe zur migrantischen Arbeit bei der Orangenernte in Italien und über die Situation vor Ort in Rosarno in Kalabrien. Er stellt einen Verein vor, der sich für die Orangenpflücker einsetzt. SOS Rosarno zeigt, dass es anders geht: Der Verein stellt den direkten Kontakt zwischen Bauern, Arbeiter:innen und Einkaufsgemeinschaften her, ohne Zwischenstufen des Handels. So erhalten Arbeiter:innen und Bauern einen fairen Preis und können in Würde leben. Zudem unterstützt SOS Rosarno die Flüchtlingsarbeit der vereinigten Evangelischen Kirchen in Italien - das Projekt "Mediterranean Hope".
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Status: Kurs abgeschlossen

Kursnr.: Z10441

Beginn: Di., 22.02.2022, 18:00 - 19:30 Uhr

Dauer: 1 Termin(e)

Kursort: vhs, Wilhelm-Schroeder-Str. 10, 1.OG, Wohnzimmer

Gebühr: 0,00 €

VHS W.-Sch.-Str. 10, 1.OG, Wohnzimmer
Wilhelm-Schroeder-Str. 10
47441 Moers

Datum
22.02.2022
Uhrzeit
18:00 - 19:30 Uhr
Ort
Wilhelm-Schroeder-Str. 10, vhs, Wilhelm-Schroeder-Str. 10, 1.OG, Wohnzimmer


Abgelaufen