„Sehnsucht“ – eine Installation von Sigrid Nikel-Bronner 26. November 2024
zu den „Orange Days“ – Beendigung der Gewalt gegen Frauen
Die Installation, ein 2,80 x 2,80 Meter großer, mit dunklen Wollfäden bespannter Kubus, ist ein Symbol für Gewalt- und Missbrauchserfahrungen, die viele Frauen machen. In diesen „Raum von Gewalt“ will sich keine Frau freiwillig hineinbegeben, aber er existiert, mal mehr, mal weniger sichtbar. Bereits von Beginn ihres Lebens an werden Frauen in einen „pathetischen Raum“ hineingeboren, er beinhaltet Armut und Reichtum, mehr oder weniger gute Bildungsmöglichkeiten, Behinderungen oder keine. Hier entstehen Wünsche, Träume, Sehnsüchte in ihren Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, in denen Frauen ihre Potentialität entdecken. Kommen Frauen jedoch mit Gewalt und Missbrauch in Kontakt, wird ihre Potentialität heruntergefahren. Dieser Prozess zieht sich unabhängig vom Status quer durch alle Schichten.
Der erste Schritt, um der Gewalt entgegen zu treten, ist hinzusehen und den Frauen zuzuhören. Besucher:innen der Installation können „Wortfetzen“ auf den ausgelegten Stoff schreiben, ihre Sehnsüchte, Wünsche und Forderungen: Was wissen Sie? Was hören Sie? Was fühlen Sie? Was bewegt Sie? Dadurch tragen Sie dazu bei, Frauen, die unter Gewalt und Missbrauch leiden, aus ihrer „Dunkelheit“, aus dem Gewirr der Wollfäden, heraus zu holen.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am 26.11.2024 um 18 Uhr im Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Str. 10 in Moers statt. Die Ausstellung ist dann noch bis zum 10. Dezember im Foyer zu sehen.

