Führung über den Jüdischen Friedhof in Moers – „Steinerne Zeugen“ 14. September 2026

In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers e. V.

Der jüdische Friedhof in Moers ist ein besonderer Ort des Erinnerns. Unter dem Titel „Steinerne Zeugen“ lädt Annedore Kremers zu einer Führung über den historischen Friedhof ein und gibt Einblicke in die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Moers und in das Schicksal ihrer Mitglieder während der Zeit des Nationalsozialismus. Der Friedhof, jüdischerseits auch „Haus des Lebens“ genannt, wurde offiziell im Jahr 1830 eingerichtet und bis 1941 belegt. Vor der ersten Deportation der Moerser Jüdinnen und Juden Ende 1941 musste die jüdische Gemeinde den Friedhof an die NS-regierte Stadt Moers verkaufen. Das Gelände sollte für die Erweiterung des angrenzenden Ehrenfriedhofs genutzt werden.

Doch die Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung zielte nicht allein auf deren Leben und Existenz. Auch die Erinnerung an jüdisches Leben sollte ausgelöscht werden. In diesem Zusammenhang wurden sämtliche Grabsteine des Friedhofs entfernt, an zwei Baufirmen verkauft und teilweise als Baumaterial verwendet. Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gelang es zwei überlebenden Moerser Jüdinnen, noch etwa ein Drittel der ursprünglichen Grabsteine ausfindig zu machen. Mit Unterstützung der Stadt Moers konnten die Steine zurücktransportiert werden.

Bei der Führung werden die „steinernen Zeugen“ zum Ausgangspunkt, um Geschichte sichtbar und Erinnerung lebendig werden zu lassen. Sie lädt dazu ein, sich mit der jüdischen Vergangenheit Moers’ auseinanderzusetzen und den Menschen, deren Leben und Schicksale mit diesem Ort verbunden sind, zu gedenken.

Hier geht es zur Anmeldung: https://www.vhs-moers.de/programm/mensch-gesellschaft/kw/bereich/kursdetails/kurs/I10101/kursname/Fuehrung%20ueber%20den%20Juedischen%20Friedhof%20in%20Moers%20-%20Steinerne%20Zeugen/kategorie-id/49/#inhalt

(sts, Bildquelle: © Steffen Schmitz (Carschten) / Wikimedia Commons)

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