Graphic Novel mit Barbara Yelin: Workshop und Lesung 22. Mai 2025
Wir freuen uns auf zwei Veranstaltungen mit Barbara Yelin, die am 25.5. im Bildungszentrum in Kooperation mit folgenden Partnern stattfinden: Bibliothek, Barbara Buchhandlung, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Erinnern für die Zukunft, Partnerschaftsverein Ramla, AK internationale Jugendarbeit mit Israel
Barbara Yelin zählt zu den bekanntesten deutschen Comic-Künstler:innen: Ihr vielfach ausgezeichnetes Gesamtwerk umfasst Graphic Novels, Web-Comics, Comic-Strips, Illustrationen für Tageszeitungen, Magazine sowie Kinderbücher. Ihre Werke werden regelmäßig in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert.
Zwischenräume: Zeichnen und Erzählen zum Thema „Erinnerung und Gegenwart“
mit der grandiosen Zeichnerin Barbara Yelin, die aus München anreist, bevor sie ein Jahr in die Villa Massimo in Rom zieht –
Hier geht es um das Erzählen mit Bildern und Texten, die Herangehensweise an einen eigenen Comic steht im Zentrum: Wir werden mit Skizzen, Sätzen, Fragen, Zeichnungen und Soundwords arbeiten, die wir in Bildfolgen und mit Anleitung zusammenstellen, tauschen und collagieren. Dadurch entstehen spielerisch erstellte und gezeichnete Essays oder Bildgedichte mit den Mitteln des Comics.
Zeichnerische Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber das Interesse, sich darauf einzulassen. – Sonntag, 25.5.25 14 – 17 Uhr – Kursnummer F20101A (hier können Sie sich anmelden, bitte klicken).
Emmie Arbel, Die Farbe der Erinnerung – Lesung aus der Graphic Novel von und mit Barbara Yelin
Geboren 1937 in Den Haag, wird Emmie Arbel mit ihrer jüdischen Familie 1942 von den Nazis deportiert. Sie überlebt als Kind die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen. Als der Krieg vorbei ist, ist sie acht Jahre alt. Ihre Eltern und Großeltern sind im Holocaust ermordet worden. Mit ihren Brüdern wird Emmie von einer Pflegefamilie adoptiert und lebt in den Niederlanden. Doch die Rettung stellt sich dort gleichzeitig als neuer Leidensweg für das traumatisierte Kind heraus. 1949 wandert die Familie nach Israel aus. Im Kibbuz fühlt Emmie sich isoliert und nirgends zugehörig, bis sie als junge Frau ihr Leben in die eigenen Hände nimmt. Emmie Arbel lebt heute nahe Haifa. Immer wieder reist sie nach Deutschland, um als Zeitzeugin zu sprechen. Ihre Kindheit und Jugend waren geprägt von Gewalt, Missbrauch, Sprachlosigkeit und Einsamkeit. Sie blickt aber auch zurück auf ein Leben voller Rebellion, Selbstermächtigung und Humor. Auf Basis persönlicher Begegnungen und zahlreicher intensiver Gespräche mit Emmie Arbel schafft Barbara Yelin eindringliche Erinnerungsliteratur, die zugleich eine Reflexion über das Erinnern selbst ist.
Die Graphic Novel „Emmie Arbel. Die Farbe der Erinnerung“ entstand im Rahmen des internationalen Projekts „Visual Storytelling and Graphic Art in Genocide & Human Rights Education“ der Universität Victoria, Kanada. 40 Seiten des Buchs sind 2022 bereits in der Anthologie „Aber ich lebe“ (C. H. Beck) erschienen. – Sonntag, 25.5.25 19 – 20.30 Uhr – Kursnummer F20101B (hier können Sie sich anmelden – bitte klicken).
Bei Interesse melden Sie sich bitte mit der entsprechenden Kursnummer unter 02841-201565 an oder im Internet über die Webseite der VHS, damit wir den Raum entsprechend bestuhlen können. Beide Veranstaltungen werden im Multifunktionsraum der Bibliothek stattfinden.



